Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Die Mosel

Die Mosel fließt von ihrem Quellgebiet zunächst bis Thionville in etwa nördlicher, anschließend in nordöstlicher Richtung in einem meist engen, gewundenen Tal mit zum Teil großen Schleifen. Nur selten, u. a. im Trierer Becken weitet sich das Moseltal auf. Die engste Kurve für die Schifffahrt ist der Bremmer Bogen bei Mosel-km 75,4 mit nur 350 m Radius.

Die internationale Wasserstraße besteht aus folgenden Abschnitten:

  • Der deutschen Strecke von Koblenz bis zur Sauermündung mit 71 m Fallhöhe, 10 Staustufen und einer Länge von 206 km.
  • Der deutsch-luxemburgischen Strecke von der Sauermündung bis Apach mit 10 m Fallhöhe, 2 Staustufen und einer Länge von 36 km.
  • Der internationalen Ausbaustrecke in Frankreich von Apach bis Thionville mit 8,4 m Fallhöhe, 2 Staustufen und 28 km Länge.
  • Der französischen Ausbaustrecke von Thionville bis Neuves-Maison mit 71,6 m Fallhöhe, 14 Staustufen und 122 km Länge.

Als internationale Wasserstraße legt die Mosel einen Weg von 392 km zurück, überwindet 161 m Fallhöhe und hat 28 Staustufen.

Moselbogen bei Bremm Moselbogen bei Bremm Moselbogen bei Bremm

Die Streckendaten von Apach (Mosel-km 242,210) bis Koblenz (Mosel-km 0,000) :

Staustufen:
2 auf deutsch-luxemburgischen Gebiet,
10 auf deutschem Gebiet,
die Fallhöhe beträgt zwischen 4 m bis 9 m, die Länge 11 km bis 29 km;

Schleusen:
Eine Kammer mit 170 (172) m Länge, 12 m Breite, 3,50 m Tiefe.
In Zeltingen zusätzlich eine zweite Kammer mit 210 m Länge, 12,50 m Breite, 11,50 m Tiefe.
In Fankel zusätzlich eine zweite Kammer mit 210 m Länge, 12,50 m Breite, 12,50 m Tiefe.
In Koblenz zusätzlich eine zweite Kammer mit 122 m Länge, 12 m Breite, 3 m Tiefe.

Bootsschleusen:
18 m Länge, 3,50 m Breite und 1,50 m Tiefe.

Bootsgassen:
An 7 Staustufen (Palzem, Grevenmacher, Wintrich, Zeltingen, Enkirch, Fankel und Müden) für Boote bis 1,20 m Breite und 0,30 m Tiefgang. Sie sind zwischen 53 m und 99 m lang und haben ein Gefälle von 1:12 bis 1:15.

Sektorwehre:
Oberhalb Trier 2 Felder, ab Trier 3 Felder mit einer Feldweite von 40 m, hydraulische Steuerung (Ausnahme Koblenz: Walzenwehr, 3 Felder, mittlere Walze mit Fischbauchklappe zur Eisabfuhr).

Wasserkraftwerke:
12 Wasserkraftwerke, Ausbauzufluss in der Regel 400m³/s
Bauart: 4 Kaplan Rohrturbinen mit schrägliegender Welle
(Ausnahme: oberhalb Trier 3 Kaplan Rohrturbinen, Koblenz Kaplanturbinen mit senkrechter Welle).

Größte Durchflussmenge:
Palzem 150 m3/s,
Grevenmacher 165 m3/s,
Lehmen bis Trier 400 m3/s und
Koblenz 380 m3/s.
Die mittlere Stromerzeugung beträgt 860 Mio KWh/Jahr.

Schifffahrtsweg:
Wasserstraßenklasse Vb;
Streckenlänge: 242 km (deutsch-luxemburgische und deutsche Strecke);
Gesamtfallhöhe: 82 m (Unterwasser Apach - Unterwasser Koblenz);
der engste Kurvenradius beträgt 350 m im Bremmer Bogen (km 75,400);
Fahrrinnenbreite mindestens 40 m;
es wird eine Fahrrinnentiefe von 3,00 m (von Apach (km 242,210) bis Schleuse Koblenz (km 1,960)) sowie von 2,50 m (Schleuse Koblenz (km 1,960) bis Mündung (km 0,000) vorgehalten; im Bereich der Bootsschleusen beträgt die Fahrrinnentiefe 1,50 m; im Unterwasser Koblenz (Pegel Koblenz/Rhein) 0,30 m
die Durchfahrtshöhe unter Brücken beträgt mindestens 6 m bei höchsten Schifffahrtswasserstand (HSW); an der Eisenbahnbrücke Koblenz-Lützel wird dieser Wert an ca. 50 Tagen/Jahr unterschritten;

Zugelassene Schiffe:
Einzelfahrer bis 110 m (mit Sondererlaubnis 135 m) Länge und 11,45 m Breite;
Schubverbände mit bis zu 2 Leichtern und einer Gesamtlänge von bis zu 172,10 m und einer Breite von 11,45 m
(Im Moselmündungsbereich bis km 1,000 bis zu 193,00 m lang und 22,90 m breit).

Kreuzungsbauwerke:
47 Eisenbahn-, Straßen- und Wegebrücken;
78 Düker;
48 Hochspannungsleitungen.

Öffentliche Häfen:
Mertert (Mosel-km 208,480);
Trier (Mosel-km 184,080).

Bundeseigene Schutzhäfen:
Bernkastel (Mosel-km 130,590);
Traben (Mosel-km 103,720);
Senheim (Mosel-km 67,870).